Schülerin findet Weg, aus Bananenschalen Plastik zu erzeugen

Plastik im Blut

.... ein schockierendes Testergebnis!

www.youtube.com/watch?v=Zlh5hz8xxC8

Der Link zur Plastic-Planet-Seite

Auf der offiziellen Seite des Files findest du einen Trailer:

http://www.plastic-planet.de/

Was Sie wissen sollten ...

  • 1 Mensch verbraucht in einem Jahr durchschnittlich 288 Platiktaschen (die aus Erdöl gemacht werden)
  • eine Plastiktasche wird durchschnittlich ½ Stunde verwendet – sie braucht aber 400 Jahre, bis sie zur Größe eines Sandkorns zerfällt (sie kann nicht biologisch abgebaut werden!)
  • nur 1% der Plastiktaschen werden recycelt – der Rest verteilt sich über den Erdball oder wird verbrannt
  • in verschiedenen Teilen der Welt sind Plastiktaschen bereits verboten - z.B. in Los Angeles, San Francisco, China, Rwanda, Bangladesch, Gabun, Sinai, die englischen Städte Modbury, Chesham, Aylsham, Brownsville in Texas, Seattle  
  • eine Reihe von Ländern sind auf dem Weg Plastiktaschen zu verbieten, darunter Israel, Kanada, Kenya, Tanzania, Südafrika, Taiwan, Singapore
  • Irland hat bereits im Jahre 2002 Plastiksackerl mit Steuern belegt und so den Verbrauch um 90% verringert! Das sind genügend Gründe, sich dafür einzusetzen, dass der Verbrauch an Plastiktaschen auch in Österreich drastisch eingedämmt wird!
  • China hat im Jahre 2008 ultradünne Plastiktüten verboten, Einzelhändler, die Plastiktaschen kostenlos abgeben müssen mit hohen Strafen rechnen. Auf diese Weise spart China jährlich 3 Millionen Tonnen Rohöl und bis zu 9,6 Millionen Tonnen Kohlendioxidemissionen !!!!

 

Ein großes DANKE an die Klimabündnisvolksschule Wieselburg

...... weil sie im kommenden Schuljahr keine Plastikheftumschläge mehr verwenden werden. Eine gute Neuigkeit und ein großer Schritt in die richtige Richtung!

Es tut sich was...

Für viele ist der Plastikkochlöffel eine hygienische Alternative zum Pendant in Holz. Doch was viele nicht wissen: Der Kunststoff kann durch das starke Erhitzen ungewünschte chemische Substanzen ins Essen abgeben. Wie ein Test des Verbraucherschutzmagazins "Konsument" nun zeigt, sind bedenkliche Stoffe wie Melamin und Formaldehyd keine Seltenheit.

 

Die "Konsument" -Tester nahmen zehn Produkte zum Umrühren von Speisen unter die Lupe. Die Plastikkochlöffel wurden in Geschirrfachgeschäften, Einrichtungshäusern und Supermärkten in Wien und Umgebung eingekauft. Danach wurde das Zubereiten einer Speise simuliert und dazu mit den Kochlöffeln bei 100 Grad Celsius umgerührt.

Das ernüchternde Ergebnis: Die Hälfte der untersuchten Kochutensilien eignet sich gar nicht zum Kochen bei einer so hohen Temperatur.

Krebserregende Substanzen im Essen

Zwei Produkte - der Spitzlochlöffel von TopHit und der Kochlöffel von zak - gaben während des Kochvorgangs tatsächlich die Schadstoffe Melamin und Formaldehyd ab. Dabei lag die Melaminabgabe gerade an der Grenze des in der Kunststoffverordnung erlaubten Werts von 30 Milligramm. Anders sieht die Situation ab 2013 aus, wenn der neue EU-Grenzwert für Melamin mit 2,5 Milligramm in Kraft tritt. Damit kämen die Kochlöffel von TopHit und zak auf eine fast zwölffache Überschreitung.

Gehörige Abweichungen vom vorgegebenen Limit der Kunststoffverordnung zeigten sich auch beim Schadstoff Formaldehyd: TopHit überschritt die geduldeten 15 Milligramm um das Achtfache, zak sogar um das Dreizehnfache. Ein weiteres Problem: Die Abgabe von Melamin und Formaldehyd hört auch nach mehrmaligem Verwenden der Kochlöffel nicht auf.

Formaldehyd gilt als krebserregend bzw. krebsauslösend für den Menschen. Außerdem kann die Substanz bei unsachgemäßer Anwendung Allergien, Haut-Atemwegs- oder Augenreizungen verursachen.

Melamin ist eine chemische Verbindung, die allgemein zur Herstellung von Harzen, Kunststoffen und Klebstoffen verwendet wird. Auch sie gilt als krebserregend. Durch Synthese mit Formaldehyd entsteht ein hartern bruchfester Werkstoff. Die Produkte von TopHit (Spitzlochlöffel) und zak (Kochlöffel) hatten etwa Melamin als Grundbestandteil. Ersterer war als Melaminprodukt gekennzeichnet, diese Angabe des Herstellers ist allerdings freiwillig. Wer sich also für einen Plastikkochlöffel entscheidet, weiß nicht unbedingt, woraus sich das Produkt zusammensetzt.

Umrühren auf eigene Gefahr

In einem zweiten Schritt analysierten die Tester die restlichen Produkte auf die bei Kunststoffen ebenfalls häufig verwendeten chemischen Substanzen Caprolactam und Hexamethylendiamin. Erfreulich zwar, dass Hexamethylendiamin bei keinem der getesteten Produkte nachweisbar war, bei Caprolactam wurden die Tester jedoch fündig: Die Löffel von home, koziol und Rosti Mepal setzten diesen Stoff an die Testflüssigkeit ab.

Bei welcher Temperatur wie lange umgerührt werden darf, entnahmen die Tester teils sehr umständlichen Beschreibungen. Eigentlich sollte ein Kochlöffel Anforderungen erfüllen, die sich weder durch Zeit- noch durch Temperaturvorgaben beschränken lassen. Schließlich stellt sich niemand mit Stoppuhr und Thermometer an den Herd.

Die Tester empfehlen daher, beim Zubereiten heißer Gerichte zum guten alten Holzkochlöffel oder zu Produkten aus Metall zu greifen.

Wieselburg erhielt hohe Auszeichnung

Gestern (26.4.2012) erhielt die Stadtgemeinde Wieselburg für das Porjekt "mabagisnotplastic" den European Climate Award - den Climate-Star. Eine große Delegtion von Wieselburgern nahm an der Verleihung teil, darunter die vier fließigsten Wieselburger Taschennäherinnen, Heidi Kaltenbrunner, Maria Punz, Christine Parb und Erna Berger, sowie Eurospar-Chefin Elisabeth Neuhauser, GR Erwin Brandmayer, Stadtamtsdirektorin Gudrun Lasselsberger, Mag. Franz Willatschek und natürlich der Bürgermeister der klimabewussten Stadt sowie die Initiatorin des Projektes Umweltstadträtin Irene Weiß.

Nach einer nachmittäglichen Führung durh das Marchfeldschloss Hof begab sich die Delegation aus Wieselburg mit den anderen aus verschiedenen europäischen Ländern angereisten Preisträgern wie Spanien, Deutschland, Schweiz, Luxemburg, Ungarn, Slowenien etc. in den Festsaal, um die Ehrung entgegen zu nehmen.

Der Climate-Star ist eine besondere Auszeichnung für besondes innovative und klimarelevante Projekte.

Vor fünf Jahren erhielt Wieselburg bereits erstmals diese Auszeichnung für das von Stadträtin Weiß initiierte Schulspiel "Prima fürs Klima - ohne Gaspedal durch das Erlauftal".

Phuket wird die erste Provinz in Thailand sein

.... die eine große Kampagne zur Reduzierung der Plastiktüten startet – Beginn ist der Montag (27. Februar) Die Kampagne wird auch zum ersten Mal,alle Einzelhändler auf der Insel vereinen bei der Unterzeichnung einer koordinierten, Phuket-weiten Initiative zur Reduktion der Plastiktüten. (Alle großen Handelsketten unterzeichnen  ein Memorandum of Understanding im Dezember letzten Jahres) Das Mitglied und Leiter der Internationalen Union für die Erhaltung der Natur (IUCN) in Südostasien, Dr. Robert Mather, sagte die  Plastiktüten Kampagne war eine der vielen ökologischen Programmedie  nun im Gange gesetzt wurde, um sicherzustellen, dass Phukets Umwelt eine  Zukunft hat. Diese Partnerschaft zwischen den Behörden Phukets, SEEK und Wirtschaft ist entscheidend für die Aufrechterhaltung von Phukets Positionierung als einer der weltweit führenden touristischen Destinationen. Wir müssen jetzt handeln, um sicherzustellen, PhuketsUmgebung ist sauber, grün und nachhaltig in 20 Jahren.

Berlakochiv lenkt ein

Zwei Wieselburg-Besuche gingen offensichtlich nicht spurlos an Minister vorbei : es ist geschafft! Der Minister musste sich nun dem Druck beugen und wird die Handelsketten dazu bringen auf Bio-Sackerl umzustellen - hoffentlich keine leere Versprechung! Wir in Wieselburg bleiben am Ball und beobachten genau, ob das wirklich so geschieht!

 

ÖVP kann Ideen anderer offensichtlich prinzipiell nicht akzeptieren

SPÖ Bringt Antrag auf Plastiksackerlverbot im Landtag ein - ÖVP lehnt ab und bringt kurz darauf den selben Antrag ein - wieso werden solche Politiker noch ernst genommen und gewählt????

Anbei ein Auszug aus dem Landtagsprotokoll:

"Klubobmann Mag. GüntherLeichtfried(SP) sagte, Landesrat Pernkopf sei sehr engagiert, aber auf Grund der knappen budgetären Situation gebe es in Niederösterreich zu wenig Anreizsysteme für die Bevölkerung, etwas für den Klimaschutz zu machen. Auf Grund fehlender Projekte sei Niederösterreich von seinen Klimazielen noch weit entfernt und auch das Kyoto-Ziel nur mehr schwer erreichbar. Im Abfallbereich habe Niederösterreich hingegen in der Vergangenheit viel geleistet, wie beispielsweise beim Recycling, gleichzeitig gebe es aber zu wenig Akzente im Bereich der Abfallvermeidung. In Wieselburg werde ein Pilotprojekt für ein plastiktaschenfreies Niederösterreich umgesetzt. In diesem Zusammenhang brachte er gemeinsam mit Abgeordneter Dr. Krismer-Huber einen Resolutionsantrag betreffend Verbot von Plastiktaschen ein.

Abgeordneter Ing. Manfred   S c h u l z   (VP) erklärte, der NÖ Umweltbericht gebe einen Überblick über insgesamt 296 Projekte, die im Land Niederösterreich umgesetzt werden und einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. In diesem Zusammenhang brachte er einen Resolutionsantrag betreffend Verbot von nicht biologisch abbaubaren Kunststofftragetaschen aus fossilen Rohstoffen (Plastiksackerlverbot) ein.

Der Antrag wurde mehrheitlich gegen die Stimmen der Grünen angenommen. "

NÖ Umwelt-Landesrat hält nichts von Plastiktaschenverbot

450 Jahre benötigt ein Plastiksackerl zum Verrotten. "Nur neun Tage eine Naturkunststofftasche", weiß die Wieselburger Stadträtin Irene Weiß.

Seit dem Sommer läuft die Aktion "My bag is not plastic". Weiß sammelte 4316 Stofftaschen (Weltrekord), verteilte sie. Sogar Promis wie Heinz Fischer, Paul Scharner, Chris Lohner und Alfred Dorfer unterstützten die Aktion.

Ein Sackerl-Verbot wie in Italien ist kein Thema – auch nicht landesweit. Umwelt-Landesrat Stephan Pernkopf: "Ein Verbot wäre ein Verstoß gegen das EU-Gesetz."

Ganz ohne Plastik lebt Sandra Krautwaschl (39). Sie versucht bei Vorträgen in Niederösterreich Menschen zu mehr Eigenverantwortung zu motivieren. Ihre Inspiration: der Film "Plastic Planet".

Kerstin Schäfer, Sprecherin der Grünen Niederösterreich, spricht über ihre Erlebnisse aus einer plastikfreien Zeit: "Ich habe es mit meinem Freund einmal eine Woche lang versucht. Aber es war alles andere als leicht. Holzzahnbürsten und Glasflaschen sind keine so angenehme Alternative", gibt Schäfer ganz ehrlich zu.

SPÖ NÖ für ein plastiktaschenfreies NÖ

St. Pölten, (SPI) – Im Rahmen einer Pressekonferenz informierte heute SPNÖ-Klubobmann und Bürgermeister der Stadtgemeinde Wieselburg LAbg. Mag. Günther Leichtfried über den Start einer SPNÖ-Initiative für ein „plastiktaschenfreies Niederösterreich". „Allein 2.000 bis 3.000 Liter Rohöl werden für die Herstellung von einer Tonne Kunststoff benötigt. Der Zersetzungsprozess von Plastik dauert dann zwischen 350 und 400 Jahre, folglich sammelt sich das Material unaufhörlich in der Umwelt an und kommt so in unsere Nahrungskette", kündigte Leichtfried einen SP-Antrag für die nächste Sitzung des NÖ Landtages an.

 

Leichtfried hielt weiter fest, dass etwa 350 Millionen „Sackerln" pro Jahr österreichweit im Müll landen. Wobei nur ein Teil davon in Verbrennungsanlagen vernichtet werde. „Der große Rest kommt auf die Deponie und verrottet über Jahrhunderte. Besonders bei den dünnen Plastiktaschen besteht dann Gefahr, weil sie von Deponien durch den Wind ‚leicht verblasen' werden und in der Folge zur Belastung für die Umwelt werden", so Leichtfried.

 

„Wir müssen daher so verantwortungsbewusst wie möglich mit Kunststoff umgehen", forderte Leichtfried. Weitere „Ausflüchte und Untätigkeit" akzeptiere der SPNÖ-Klubchef in dieser Sache nicht, insbesondere auch deshalb, weil die Alternativen für das „Plastiksackerl", wie umweltfreundliche Stoff- und Papiertaschen sowie leicht verrottbare Tragetaschen aus Biokunststoff, längst vorhanden und „die bessere Lösung" seien.

 

Weiters wies Leichtfried daraufhin, dass im EU-Land Italien Plastiktaschen seit Jahresanfang verboten seien. Ebenfalls ein generelles Verbot gebe es in Los Angeles und San Francisco. „In Österreich hat die Stadtgemeinde Wieselburg eine Vorreiterrolle übernommen. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die erste plastiktaschenfreie Gemeinde Österreichs zu werden und ist seit Oktober bereits auf dem besten Weg dorthin. Diese bewusstseinsbildende und zukunftsorientierte Maßnahme sollte ihre Fortsetzung in ganz Niederösterreich finden, um ein umweltpolitisches Zeichen für die Zukunft und die nachfolgenden Generationen zu setzen", so Leichtfried.

Bella Italia ist platiktaschenfrei!

Italien: Plastiksackerl-Verbot tritt in Kraft

Wer nächstes Jahr nach Italien fährt, um einzkaufen, bekommt kein Plastiksackerl mehr. Ab 1. Jänner gilt ein Gesetz, das die Herstellung und den Verkauf verbietet. Nur noch Umweltfreundliches ist erlaubt.

"Basta buste" - aus mit dem Sackerl

"Basta buste" - aus mit dem Plastiksackerl - titeln derzeit die italienischen Zeitungen. Ab 1. Jänner verbietet ein italienisches Gesetz die Herstellung und den Gebrauch von "buste di plastica". 200.000 Tonnen - etwa 20 Milliarden Sackerln - werden davon jährlich in Italien produziert, besser gesagt: Sie wurden produziert.

 

Müllchaos in Neapel als Auslöser

Das Plastiksackerl-Verbot wurde bereits 2006 beschlossen und tritt jetzt in Kraft. Anlass dafür war unter anderem das Müllchaos in Neapel und natürlich die Umweltbelastung. 

 

Italien ohne kleine weisse Plastiksäcke ist zwar vorerst für viele - auch für die Italiener selbst - unvorstellbar, das Gesetz macht aber Sinn: Bis ein Plastiksack verrottet ist, dauert es nämlich bis zu 400 Jahre.

Keine italienische Erfindung

"Erfunden" haben die Italiener das Verbot der Plastiksackerl nicht: In Frankreich sind diese bereits verboten und auch in Australien, San Francisco und in China gilt ein Plastiksackerl-Verbot.

Dem Nestle - Konzern ....

... ist anscheinend die Gesundheit der Österreicher nichts wert:

 

Plastic Planet USA / Österreich: Der Lebensmittelkonzern Nestlé kündigte an, in den kommenden drei Jahren in den USA auf die Plastikchemikalie Bisphenol A (BPA) in sämtlichen Verpackungen zu verzichten. Eine Maßnahme, die sich lediglich auf die USA beschränkt. Nestlé Österreich sieht nach wie vor keinen Handlungsbedarf.

Resolution vom Gemeinderat verabschiedet

Am 7. Dezember 2010 beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung einstimmig die Verabschiedung einer Resolution, die den Weg Wieselburgs zur plastiktaschenfreien Stadt eindeutig definiert.

Mit der Aufforderung zum Handeln wird diese Resolution an folgende Politiker geschickt:

Umweltminister Nikolaus Berlakovic

Landeshauptmann Erwin Pröll

Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka

Landeshauptmann-Stellvertrete Sepp Leitner

Landesrat Stefan Pernkopf

 

 

Die Resolution der Stadt Wieselburg

 

In der Sitzung vom 7. Dezember 2010 hat der Gemeinderat einstimmig eine Resolution beschlossen, welche die Absicht bekräftigt, Wieselburg zu einer plastiktaschenfreien Stadt zu machen. 

Hier die Resolution:

 

STADTGEMEINDE WIESELBURG

A-3250 WIESELBURG   -   HAUPTPLATZ 26   -   BEZIRK SCHEIBBS

TELEFON 07416/52319, TELEFAX 07416/52319-38, E-MAIL: office@wieselburg.at 

 

Wieselburg auf dem Weg

zur plastiktaschenfreien Stadt

Der Gemeinderat der Stadtgemeinde Wieselburg hat in der Sitzung vom 7. Dezember 2010 nachstehende

 

R e s o l u t i o n

einstimmig beschlossen: 

Am 15. Oktober 2010 feierte die Stadtgemeinde Wieselburg ihre 10-jährige Zugehörigkeit zum Klimabündnis Österreich. Anlässlich dieses Jubiläums führte die Stadtgemeinde auf Initiative von Umweltstadträtin Irene Weiß die ambitionierte Aktion „My bag is not plastic“ durch. Ziel war es, 3.650 verschiedene Stofftaschen zu sammeln (entspricht der ungefähren Anzahl der Tage zur Zugehörigkeit zum Klimabündnis) und damit einen neuen Weltrekord aufzustellen. Mit 4.315 eingelangten Stofftaschen wurde die angepeilte Marke bei weitem überschritten.

Diese bewusstseinsbildende und zukunftsorientierte Maßnahme soll ihre Fortsetzung finden. Die Stadtgemeinde Wieselburg will in den nächsten Jahren in Österreich eine Vorreiterrolle in punkto Umweltschutz einnehmen. Wieselburg setzt sich unter Mithilfe seiner Bürgerinnen und Bürger das große Ziel, die erste plastiktaschenfreie Gemeinde Österreichs zu werden.

Die Aktion „My bag is not plastic“ gab die Initialzündung für dieses Vorhaben. Die ersten Wieselburger Wirtschaftsbetriebe sind bereits auf den Zug aufgesprungen und geben keine Plastiktaschen mehr an Kunden weiter. Weitere Firmen haben bereits angekündigt, diesem Beispiel zu folgen. Zudem hat sich der Bauernmarkt im Haus der Zukunft dazu entschieden, ohne Plastiktaschen auszukommen. Auch beim diesjährigen Wieselburger Adventmarkt wird versucht, auf Plastiktaschen zu verzichten.

Die nackten Zahlen sprechen für sich: Ein Mensch verbraucht in einem Jahr durchschnittlich 288 Plastiktaschen, die aus Erdöl gemacht werden. Eine Plastiktasche wird im Durchschnitt nur eine halbe Stunde verwendet, braucht jedoch 300 bis 400 Jahre, bis sie zu einer Größe eines Sandkorns zerfällt – sie kann aber nicht biologisch abgebaut werden. Insgesamt wird nur 1 % der Plastiktaschen weltweit recycelt. Der Rest verteilt sich quer über den Erdball, schwimmt in den Ozeanen oder wird verbrannt.

 Plastik ist zwar aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken, die Stadtgemeinde Wieselburg spricht sich aber dafür aus, verantwortungsbewusst mit diesem Stoff umzugehen – für eine bessere Umwelt und für eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder. Die Reduzierung des Plastikmülls ist dabei ein zentrales Anliegen. 

 Die Stadtgemeinde Wieselburg bekennt deshalb sich zum eingeschlagenen Weg, Wieselburg zu einer plastiktaschenfreien Stadt umzugestalten und spricht sich für folgenden Maßnahmenkatalog aus:

 

  1. Optimal wäre es, die Plastiktaschen gänzlich und dauerhaft aus den Wieselburger Geschäften/Betrieben zu entfernen.
  2. Plastiktaschen durch Stofftaschen, Papiertaschen oder biologisch abbaubare Naturkunststofftaschen zu ersetzen.
  3. Vermeidung von Kunststoff-Recyclingtaschen, die nur begrenzt einen Sinn machen, da viele dieser Taschen nicht mehr dem neuerlichen Recycling-Kreislauf zugeführt werden.
  4. Verwendung von Papiersackerl und Naturkunststoffsackerl bei Obst- und Gemüseverkauf.
  5. Es wird nicht überall möglich sein, Plastiktaschen aus den Geschäften und Betrieben restlos zu entfernen. In schwierigen Fällen ist es ein ausgezeichneter und wünschenswerter Schritt, die für den Transport der Waren bereitliegenden Plastiktaschen nicht kostenlos anzubieten, sondern mit einer „Umweltabgabe“ in Ihrem Ermessen zu versehen.

 

                                                                                                            Der Bürgermeister 

 Wieselburg, am 7. Dezember 2010                                    LAbg. Mag. Günther Leichtfried

 

7000 Tonnen Plastiktaschen ...

... werden jährlich in Österreich verbraucht - und der Minister meint, dass er einem Verbot nichts abgewinnen kann.

 

"Einem Verbot von einzelnen Kunststoffverpackungen wie etwa Plastiksackerl kann Umweltminister Nikolaus Berlakovich nichts abgewinnen. Dabei ist auch der österreichische Konsum diesbezüglich kein geringer. An die 7000 Tonnen werden pro Jahr in Umlauf gebracht. Etwa 350 Millionen Sackerln landen im Müll. Wobei nur ein Teil davon in Verbrennungsanlagen vernichtet wird. Der große Rest kommt auf die Deponie und ist zäh." (Die Presse)

... und hier die Zahlen für Wieselburg ...

... 1 Wieselburger braucht im Jahr rund 300 Plastiksackerl ...

... 4000 Wieselburger brauchen in einem Jahr rund 1.200.000 Plastiksackerl!

... 4000 Menschen unserer Nachbargemeinde Wieselburg-Land sind in enger Verbindung mit der Stadtgemeinde (einkaufen, Schule, Kirche....). Sie brauchen nocheinmal 1.200.000 Plastiktaschen, das sind nur in den beiden Gemeinden 2.400.000 Plastiktaschen pro Jahr!

... wieviele davon kommen aus den Geschäften Wieselburgs und könnten, wenn sich alle Geschäfte an der "platiktaschenfreien Stadt" beteiligen würden, vermieden werden?

Plastik in den Weltmeeren